MMichael Pilack

Buntbarsche aus Latainamerika

ist das Hauptthema.  So gibt es Reiseberichte, Erfahrungsberichte, Publikationen von Cichliden aus Süd-, und Mittelamerika. 

Aber auch eine weitere Leidenschaft wird hier gezeigt. Alte Literatur zum Thema Aquarienkunde und Buntbarschen aus Hobby und Wissenschaft werde ich hier vorstellen. 

Es gibt Fragen, du möchtest meine  Meinung zu irgendetwas wissen? Gerne darf man mit mir in Kontakt treten!

Antiquare - Alte und neuere Bücher kurz vorgestellt -

CICHLIDEN ZENTRALAMERIKAS

Ad Konings

Das Cover-Bild ist legendär. Es zeigt deutlich worum es in diesem Buch geht. Buntbarsche aus Mittelamerika. Der Feuerkopf-Cichlide gehört zu den beliebtesten Mittelamerikaner. Das Buch ist aufgeteilt in mehrere Abschnitte. Von der Einrichtung des Aquariums, über die Nahrungsspezialisten, Fortpflanzung bis zum Hauptteil, den Buntbarschen. In dem Abschnitt „Futterspezialisten“ versucht Ad Konings an Hand der Nahrung und die daraus sich unterschiedlich zu spezialisierenden Buntbarsche eine Art hypothetische Rekonstruktion der Evolution wiederzugeben. Natürlich gibt gerade dieses Kapitel einigen Anlass über die Richtigkeit nachzudenken. Sicher ist, wir sind keine Wissenschaftler! Einiges klingt schlüssig, einiges tatsächlich hypothetisch. Aber man kann ja nicht immer der Meinung der Autoren sein. Kleine Karten zeigen das jeweilige Vorkommen der genannten Cichliden. Dies find ich recht übersichtlich und man kann sich schnell ein Bild machen, wo in Mittelamerika seine Verbreitung ist.
In Abschnitt „Zentralamerikanische Cichliden“ stellt Ad Konings einige, nicht alle, Buntbarsche in Wort und Bild vor. Bei seiner Auswahl hat er versucht alle „Sektionen“ anzusprechen und wichtige und beliebte Cichliden vorgestellt. Die Namen der Fische geben den damaligen Stand wieder. Die meisten werden Cichlasoma genannt. Eigentlich alle. Ob citrinellus, carpintis, synspilum oder tuba. Alles Cichlasoma, aber das war so. In den einzelnen Beschreibungen der Arten ist Konings gut bei der Sache. Auch hier gilt, eigene Erfahrungen können durchaus andere Schlussfolgerungen ziehen. 
Im hinteren Teil des Buches geht der Autor ein weiteres mal auf die Evolution ein. Sicher ein Thema, welches der Aquarianer etwas Stiefmütterlich behandeln mag. Dennoch geben seine Schilderungen durchaus Sinn und Grund zum Nachdenken. 
Zum Schluss folgt eine Bildersammlung in Form des bekannten Atlas. Auch sind es die gleichen Bilder welche im Axelrod´s Atlas zu finden sind. Ich finde diese Bilder sehr anschauungswürdig. Sie dienen auch heute noch bei einer Identifizierung. Schließlich kann man hier von (fast) Hybriden freien Bildern sprechen. 
Viele schöne Fotos begleiten dem Leser durch das gesamte Buch. Nicht selten sind es Aufnahmen von deutschen (bekannten) Aquarianer, die mittlerweile mit ihren Namen für gute Fischbilder garantieren.
Gesamt betrachtet ist es ein Buch für jeden Fan mittelamerikanischer Buntbarsche, welches generell nicht nur das Wissen, sondern auch das Bücherregal bereichert.
Die englische Ausgabe war zuerst da und ist bereits 1989 erschienen. Diese ist (fast) identisch mit der deutschen Ausgabe. Beide sind von derselben guten Qualität was Einband und Papier angeht. Die Bindung ist sehr gut und lässt ein langes Leben des Buches zu, auch wenn man es häufiger aus dem Schrank holt.
Das Format mit 22 x 28,5 cm (4°) recht groß und reiht sich in ein typisches Format des bede-Verlag ein. Es hat 224 Seiten und unzählige Abbildungen. Erscheinungsjahr 1991, Herausgeber Bede Verlag GmbH
Den Wert des Buches sehe ich bei 25 Euro. Es ist heute noch recht gut zu bekommen.